Köln Postkolonial

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Köln und der deutsche Kolonialismus. Eine Spurensuche

herausgegeben von: Marianne Bechhaus-Gerst; Anne-Kathrin Horstmann

Der deutsche Kolonialismus fand nicht nur in Übersee oder in den „Kolonialmetropolen“ des Deutschen Reiches wie Berlin oder Hamburg statt. Auch Köln stand diesen Städten in ihrem kolonialen Engagement nicht nach. Zahlreiche Kölner Familien und Unternehmen waren am „kolonialen Projekt“ beteiligt. Pompös inszenierte Großveranstaltungen, koloniale Ausstellungen und die beliebten Völkerschauen zogen die Bürger an. Bürgervereine, Wissenschaftler und Missionsgesellschaften beschäftigten sich mit kolonialen Themen und auch im Kölner Karneval wurden diese immer wieder in Szene gesetzt. Der Verlust der Kolonien 1918 stellte keinesfalls das Ende dieser Bewegung dar – im Gegenteil.

Diesen bisher vernachlässigten Teil der Kölner Geschichte arbeitet der Sammelband in 40 reich bebilderten Beiträgen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Mission, Kultur und Diaspora auf. Er zeigt ein komplexes Bild einer Epoche Kölner, deutscher und transnationaler Geschichte, die oftmals vergessen oder verdrängt wurde.

240 Seiten; m. 130 s/w-Abb.; 240 mm x 170 mm
Böhlau Verlag; ISBN 978-3-412-21017-5; € 34,90

kp

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Letzte Aktualisierung am: 18.04.2013